Meditation

Wie du innerliche Ruhe findest und deinem Kopf eine kurze Pause gönnst.

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Zugegeben: nebst dem Yoga ist auch die Meditation aktuell in aller Munde und scheint ein neuer «Trend» zu sein. Und das ist auch gut so - je mehr Leute davon erfahren und es anwenden, desto besser.


Ich selbst hatte meine Vorurteile gegenüber der Meditation und dachte mir immer  «so etwas brauche ich nicht». Seit meiner Schwangerschaft sehe ich das ganz anders: im Schwangerschafts-Yoga habe ich zum ersten mal meditiert und bald gemerkt, dass das eigentlich gar nicht schlecht ist und auch nichts esoterisches hat. Bald wendete ich die Meditation nicht nur im Schwangerschafts-Yoga, sondern dann auch Zuhause an und heute meditiere ich fast täglich, meist nur 5-10 min.


Die Vorteile der Meditation:

  • dein Kopf und deine Gedanken bekommen eine kurze Pause und Erholung - dies ist genauso wichtig wie die körperliche Erholung
  • nebst der inneren Entspannung bringt dir die Meditation emotionale Stärkung und Selbstbewusstsein
  • du kannst zwischendurch viel schneller abschalten und Energie tanken
  • das meditieren ist hilfreich beim Umgang mit Ängsten und negativen Gedanken
  • du lernst dich zu konzentrieren und fokussieren - z.B. auf dein Baby und deinen Körper


Der Ablauf einer Meditation:

  • Sorge für Ruhe: lege dir eine Zeit fest, bei der du ungestört bist (z.B. am Morgen wenn noch alle schlafen). Am besten schaltest du auch gleich dein Handy aus. Stelle dir einen Wecker oder Küchenuhr für 10 min.
  • Position und Körperhaltung: setze dich so hin, dass es dir bequem ist. Ideal ist es am Boden im Schneider- oder Fersensitz. Wenn du magst, kannst du dich auch auf einen Stuhl setzen. Schaue, dass dein Babybauch gut Platz hat und dass dein Oberkörper aurecht ist. Deine Schultern sind entspannt, deine Hände liegen auf deinen Oberschenkeln
  • die Meditation: schliesse deine Augen, Atme langsam und bewusst durch die Nase ein. Spüre dem Atem nach, wie er durch deinen Körper fliesst, zu deinem Baby. Atme durch den Mund oder die Nase wieder aus, wiederhole dies und beobachte deinen Atem und höre genau hin. Nun kannst du ein paar mal die Entspannungsatmung durchführen. Dabei lass deine Gedanken einfach vorüberziehen, ganz ohne sie zu bewerten. Schau sie dir einfach an und lass sie weiterziehen.
  • Das Nachspüren: wenn dein Wecker klingelt, spüre nach, wie es dir geht. Wie fühlst du dich? Vielleicht ist dein Baby währenddessen ruhiger geworden? Was machen deine Gedanken?


Die Meditation hilft dir während der Schwangerschaft, bei der Geburt sowie später auch in der Rolle als Mami. Denn wenn du innerlich Ruhig bist, bleibst du es auch in hektischen und lauten Situationen.

23. Juli 2021, NM

Hautpflege

Wie du deine Haut während der Schwangerschaft richtig versorgst.

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Deine Haut ist dein grösstes Organ. Sie benötigt speziell in der Schwangerschaft eine passende und nährende Pflege.


Durch die hormonellen Umstellungen verändert sich deine Haut. Die Talgproduktion ist durch die Schwangerschaftshormone erhöht, was den einen Schwangeren einen wunderschönen Glow und das bekannte Strahlen verleiht und den anderen leider Unreinheiten bis zur Schwangerschafts-Akne auslöst. Daher läst du dich am besten bei Spezialisten*innen (Kosmetik, Hautärzte) für deine Gesichtspflege beraten.


Dein Bauch und deine Brüste wachsen und das dehnt und beansprucht deine Haut enorm. Damit deine Haut elastisch bleibt und möglichst keine Dehnungsstreifen entstehen, benötigt sie vermehrt Feuchtigkeit.
Folgende Punkte helfen dir dabei:

  • wende 1-2 mal pro Tag eine feuchigkeitsspendende Lotion oder Öl an (am Besten am Morgen und am Abend, jeweils in deine Pflegeroutine einbauen damit es nicht vergessen geht)
  • massiere dabei dein Gewebe gleich etwas und trage die Lotion/das Öl in kreisenden Bewegungen auf
  • es gibt spezielle Öle für Schwangere, damit die Zellen optimal genährt sind. Diese sollten Mandel-, Weizenkeim- und Jojobaöl enthalten, damit deine Haut genügend Vitamin E erhält
  • Pflegeprodukte mit Arnika helfen ebenfalls deiner Haut mehr Spannkraft zu verleihen
  • gegen den Juckreiz und Spannungsgefühle am Bauch helfen Öle und Lotion mit Aloe Vera


Achtung:

  • ätherische Öle sollten nur nach Rücksprache mit einer Fachperson angewendet werden, da diese zum Teil wehenfördernd wirken können
  • verwende keine alkoholhaltige und stark chemische Pflegeprodukte
  • um eine allergische Reaktion zu vermeiden testest du am Besten die Lotion/das Öl an einer kleinen Stelle am Arm bevor du es grosszügig aufträgst.


15. Juli 2021, NM

Atmung

Warum die korrekte Atmung so wichtig für die Geburt ist.

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Atmen - wir alle tun es rund 20.000 mal pro Tag. Zum Glück müssen wir dies nicht bewusst machen: unser Atemzentrum im Gehirn steuert diesen Vorgang und die Atmung ist somit eine autonome Grundfunktion.
Wir können die Atmung jedoch gezielt beeinflussen indem wir z.B. die Tiefe oder auch die Frequenz eines Atemzuges steuern.

Warum ist die Atmung nun während der Geburt so wichtig? Dies hat mehrere Gründe:

Wenn du korrekt atmest, sendet die Lunge deinem autonomen Nervensystem «es ist alles in Ordnung». Dein Gehirn leitet diese Message an deinen ganzen Körper weiter und teilt ihm dadurch mit, das er in Sicherheit ist.
Dein Körper ist somit im Entspannungsraum und kann folglich die schmerzstillenden Endorphine ausschütten (siehe meinen Beitrag vom 21. Mai 2021).

Weiter führt die richtige Atmung zu einer verbesserten Durchblutung der Gebärmutter. Dies hat zur Konsequenz, dass sie mit ausreichend Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird und somit effizienter arbeiten kann. Denn wir wissen ja: ein Muskel benötigt für seine Arbeit Sauer- und Nährstoff und deine Gebärmutter besteht aus mehreren Muskelschichten.
Zusätzlich wird dein Baby auch mit den benötigten Ressourcen versorgt und kann somit besser mitarbeiten.

Schlussfolgernd lässt sich sagen, dass durch die korrekte Atmung die Geburt schmerzreduzierter und kürzer sein kann. Zudem wirst du und dein Kind somit mit ausreichend Nährstoffen versorgt, welche euch mehr Energie gibt und eine raschere Erholung nach der Geburt ermöglicht.

Die drei Atemtechniken, welche du für die Geburt brauchst, zeige ich dir gerne. Dabei wird es, wie im Volksmund so häufig genannt, kein «Hechel-Kurs» - versprochen :-)

Übrigens: die erste Atemtechnik, die sogenannte Entspannungsatmung, eignet sich für alle - ob schwanger oder nicht.


4. Juli 2021, NM

Mythen

Mit wichtigen Grundsätzen die häufigsten HypnoBirthing-Mythen wiederlegen.

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«Hypnose und gebären? Wie soll das den gehen?!»
Solche Aussagen höre ich ab und zu wenn ich sage, dass ich werdende Eltern mit der HypnoBirthing-Methode auf die bevorstehende Geburt ihres Kindes vorbereite.

HypnoBirthing ist vielen leider (noch) unbekannt und daher stosse ich häufig auf Skepsis. Es gibt jedoch auch solche, die bereits davon gehört haben, aber etwas falsches darunter verstehen oder eine idealisierende Vorstellung davon haben.
Daher möchte ich dir hier einige wichtige Grundsätze erläutern, damit diese Mythen widerlegt werden können:

«HypnoBirthing ist nur für ängstliche und esoterische Frauen»
Nein!
Diese simple und logische Methode eignet sich für alle Schwangere - jede Frau hat das Recht auf eine positive und schmerzreduzierte Geburt.
HypnoBirthing hat nichts mit Esoterik zu tun, sondern mit der menschlichen Physiologie und der wissenschaftlich belegten Hypnose.

«Unter Hypnose ist man bewegungsunfähig » 

Nein!
Zunächst sprechen wir nicht von «unter» sondern von «während» der Hypnose. Du wirst dabei schliesslich nicht fremdgesteuert.
Während der Hypnose kannst du dich frei Bewegen, Umhergehen und Sprechen. Du bist ganz klar anwesend.

«Nur positives Denken reicht»
Nein!
Dein Unterbewusstsein muss konditioniert und trainiert werden. Es braucht Übung damit dein Unterbewusstsein schnell in die Tiefenentspannung gelangen und auch darin bleiben kann.
Die Kursinhalte machen ca. 20% aus - der Rest ist selbstständiges üben.
 

«Das Kind wird einfach rausgeatmet» 
Nein!
Die Atmung unterstützt die Arbeit der Gebärmutter.
Das Baby wird mit der richtigen Atemtechnik rausgeschoben (Achtung: kein  «Power-Pressen»!)
 

«Garantie einer schmerzfreien Geburt»
Nein!
Wir sprechen vom Schmerzmanagement (bei dem übrigens auch Schmerzmittel OK sind).
Verschiedene Techniken und Fachwissen helfen dir, die Schmerzen deutlich zu reduzieren und die Schmerzwahrnehmung deutlich positiv zu beeinflussen.
 

«HypnoBirthing-Geburt = leise Geburt»
Nein!
Jede Geburt ist gut so wie sie ist. Eine Geburt darf auch laut und stürmisch sein - die Gebärenden hat hier ganz klar keine Vorschriften oder Anweisungen.

«HypnoBirthing-Geburt = Wassergeburt und/oder im Geburtshaus» 

Nein!
Eine HypnoBirthing-Geburt kann überall stattfinden. Es gibt keine fixe Geburtspositionen - die Gebärende entscheidet intuitiv und situativ.

27. Juni 2021, NM

Stress

Was dies für deine Schwangerschaft und dein Baby bedeuten kann.

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Ständig unter Strom stehen, nicht runterfahren können, sich um alles und jeden kümmern zu müssen. Kennst du diese Gefühle?
Ein gewisser Pegel an Stress ist für uns alle völlig ok und gut aushaltbar. Ja es gibt sogar einen positiven Stress, welcher auch Eustress genannt wird. Dieser verleiht dir unerahnte Kräfte, treibt dich an und verleiht dir ein gutes Gefühl - z.B. bei der Planung deiner Hochzeit oder bei der Kinderzimmer-Einrichtung.
Solch leichter Stress hat während der Schwangerschaft keine negative Folgen für dich und dein Kind.

Auswirkungen
Wenn der Stress aber langanhaltend ist, sprechen wir von dem krankmachenden Distress.
Dabei werden die Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol ausgeschüttet und wie du von meinem Blogbeitrag vom 21.05.21 weisst, hindern diese die optimale Versorgung der Gebärmutter (in der Schwangerschaft wie auch während der Geburt).
Eine kontinuierliche Ausschüttung dieser Hormone während der Schwangerschaft wird auch aus weiteren Gründen nicht gerne gesehen:
Forscher der Universität Zürich haben in einer Studie (2017) rausgefunden, dass Stresshormone sich auf das Wachstum des Fötus auswirken. Zudem konnten die Stresshormone auch im Fruchtwasser nachgewiesen werden.
Eine weitere Studie (2010) der Universität Basel weist nach, dass Babys von Müttern, welche während der Schwangerschaft im Beruf, im Freundeskreis und/oder emotionalem Stress (Ängste, Niedergeschlagenheit) ausgesetzt waren, etwas früher zur Welt kommen als Babys, ohne solche Einflüsse.

Zudem ist bekannt, dass Stress das Immunsystem schwächt und dein Körper somit anfälliger ist für Infektionen.


Auslöser und Symptome
Auslöser für den Stress in der Schwangerschaft sind, wie bereits erwähnt, häufig die tägliche Arbeit wie auch psychische Faktoren. Wichtig ist, dass sie Symptome erkennt und ernst genommen werden.
Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Müdigkeit, starke Erschöpfung
  • StimmungsschwankungenStimmungsschwankungen
  • Gefühle des Kontrollverlust
  • Schlafstörungen
  • starke und langanhaltende Kopf- und Rückenschmerzen
  • erhöhter Blutdruck und Puls
  • Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Verdauungstörungen
  • Diese Beschwerden können natürlich auch bei einer «normalen» Schwangerschaft ab und zu mal auftreten. Bedenklich wird es, wenn sie über eine längere Zeit anhalten.


Stress lindern
Was kannst du nun konkret dagegen tun?
Finde zuerst einmal die Faktoren heraus, welche den Stress bei dir auslösen. Meist wissen wir ziemlich konkret, was uns stresst. Sprich darüber, sag, das gewisse Sachen/Situationen Stress bei dir auslösen und versuche mit der betroffenen Person eine Lösungen zu finden. Ganz wichtig: du darfst auch einfach mal «Nein» sagen!
Tu dir etwas gutes und nimm dir bewusst eine Auszeit für dich - was du dabei tust, spielt gar nicht eine so grosse Rolle (z.B. ein Buch lesen, einen Spaziergang, leichter Sport oder auch eine Behandlung bei der Kosmetikerin...). Plane dir diese  «me-time» konkret ein.
Zudem helfen diverse mentale und körperliche Entspannungsübungen. Von ganz einfachen Techniken, die du unbemerkt in deinem Alltag anwenden kannst bis hin zu Hypnoseübungen - gerne zeige ich dir, wie du dein Stresslevel reduzieren kannst damit du dir und deinem Baby, während der Schwangerschaft und auch während der Geburt, etwas gutes tun kannst.


14. Juni 2021, NM

Hormone

Welche sich positiv und welche sich negativ auf die Geburt auswirken.

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Die Hormone - wir alle wissen, dass sie für unsere physiologischen Abläufe wichtig sind. Sie haben nicht nur auf unser körperliches sondern auch auf unser psychisches Wohlbefinden einen erheblichen Einfluss.
Zu Beginn der Schwangerschaft siehst du die Wirkung der neuen Hormone zum Beispiel an der Übelkeit und Müdigkeit. Im späteren Schwangerschaftsverlauf sind sie für viele wichtige Abläufe und Änderungen in deinem Körper verantwortlich. Und ohne die Hormone wäre eine Geburt nicht möglich - sie lösen alle die Prozesse im Körper aus, die für die Geburt deines Kindes notwendig sind.

Nun gibt es aber Hormone, welche den Geburtsverlauf positiv und solche, die ihn negativ beeinflussen.
Bei der HypnoBirthing-Methode konzentrieren wir uns auf die folgenden positiven Hormone:

Oxytocin - das Kuschelhormon
Wird in deinem Körper Oxytocin ausgeschüttet, dann fühlst du dich wohl. Es wirkt in deinem Körper angst- und stresslösend, beruhigend sowie schmerzstillend. Es verleiht dir das Gefühl von Entspannung, Behaglichkeit und Stärke.
Nebst dem es dich in diesen «Goodmood» bringt ist es auch ein essentielles Hormon für körperliche Reaktionen: Es ist für die Auslösung der Gebärmutterkontraktionen und somit für die Geburt deines Kindes verantwortlich. Nachdem dein Baby geboren wurde, hilft das Oxytocin bei der Ablösung der Plazenta und sorgt für den Milchfluss beim stillen. Oxytocin stärkt aber auch die Fähigkeit zur Empathie und der emotionalen Bindung (siehe Beitrag «Bonding» vom 01. Mai 21).

Endorphin - das Körpereigene Morphin
Ja, richtig gelesen: dein Körper produziert ein eigenes Schmerzmittel. Und sogar noch besser - Endorphine können bis zu 200x stärker wirken als pharmazeutisches Morphium. Zusätzlich haben sie Endorphine eine beruhigende Wirkung und sie sorgen langfristig dafür, dass du gegen Belastungen widerstandsfähiger wirst.

Was wir hingegen nicht wollen sind Stresshormone welche negative körperliche Reaktionen bei dir auslösen und somit die Geburt negativ beeinflussen:

Adrenalin - das Hormon das dein Herz höher schlagen lässt

Klingt eigentlich gut, ist es aber nicht: Adrenalin wird ausgeschüttet wenn du dich in einer Stresssituation befindest. Deine Gefässe verengen sich, dein Puls und dein Blutdruck steigen an. Durch die Gefässverengung wird deine Gebärmutter mit zu wenig Blut und somit mit zu wenig Sauerstoff versorgt. Die Folge: sie kann nicht mehr in ihrem Takt arbeiten sondern zieht sich stark zusammen und gerät auch in Stress. Dies kann zu erheblichen Schmerzen und/oder zu einem Geburtsstillstand führen.


Nun fragst du dich bestimmt, wie du es schaffst dass während der Geburt diese zwei "super Hormone" ausgeschüttet und die Stresshormone gehemmt werden. Es gibt verschiedene, einfache Methoden um dies zu bewirken. Allerdings bedingt es ein gewisses Mass an Training. Denn nur so können diese Mechanismen im Unterbewusstsein gespeichert und dann bei der Geburt abgerufen werden.

Gerne zeige ich dir diese Übungen und helfe dir bei der Konditionierung.


21. Mai 2021, NM

Hypnose

Was es ist und was es eben nicht ist.

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Hypnose hat etwas abschreckendes. Wer will den schon unkontrolliert da liegen und sich von jemanden manipulieren lassen?! Sich selbst, seine Taten und Worte, nicht mehr unter Kontrolle haben?!
An alle die dieses Bild im Kopf haben: ich muss euch enttäuschen. So funktioniert Hypnose (zum Glück) nicht.
Zunächst wird zwischen der geleiteten und der selbstgeleiteten Hypnose unterschieden.
Bei ersterer leitet dich jemand (deine HypnoBirthing-Trainerin, dein Partner, die Stimme der CD/Podcast) durch die Hypnose. Die selbstgeleitete Hypnose führst du dann alleine durch.
Bei meinen Kursen, Privat wie auch in Gruppen, wirst du von mir in die Hypnose geleitet. Beabsichtigt ist, dass du danach die selbstgeleitete Hypnose durchführen und dann während der Geburt anwenden kannst.

Nun lass mich dir die beiden folgenden Fragen beantworten:

Was ist Hypnose?

  • Ein Zustand der mentalen Entspannung
  • Ein natürlicher Zustand, den wir alle mehrmals täglich unbewusst erleben
  • Ein Bewusstseinszustand, welcher eine Zeitverzerrung mit sich bringt
  • Die Sinne nehmen vieles in der Umwelt anders (z.B. Gerüche, Berührungen) oder garnicht mehr (z.B. Geräusche) wahr aufgrund der positiven Fokussierung auf sich selbst
  • Ein "Tonspurwechsel" bei dem das Bewusstsein ausgeschaltet und stattdessen das Unterbewusstsein eingeschaltet wird
  • Sie ist immer Selbstbestimmt und Selbstkontrolliert
  • Während der Hypnose ist man immer Handlungs- und Bewegungsfähig.


Und was ist Hypnose nicht?

  • Tiefschlaf: im Gegenteil - im Tiefschlaf sind wir weniger Aufnahmefähig.
  • Verlust der Kontrolle: während der Hypnose hat man sogar mehr Kontrolle, da das Unterbewusstsein sensibilisiert ist
  • Fremdbestimmt: wenn jemand keine Hypnose will, dann geht es auch nicht
  • Manipulativ: keine negative Einflüsse auf das Handeln
  • Zauberei: Hypnose ist wissenschaftlich belegt und kann dazu dienen, das Gehirn um zu programmieren 
  • Gebunden an Ort, Situation und Person: Hypnose ist überall und (mit Ausnahme von wenigen Krankheitsbildern) für alle Menschen anwendbar
  • Co-Abhängig: das selbstbestimmte Anwenden ist immer das Ziel
  • Gedächtnisverlust: man erinnert sich an alles nach der Hypnose.


Wusstest du, dass die Hypnose vom Mentaltraining stammt? So ist die Hypnose zum Beispiel eine sehr etablierte und hochwirksame Form des mentalen coachings im Leistungssport. Warum sollte also eine Gebärende, welche während der Geburt eine körperliche Meisterleistung erbringt, nicht auch mental trainiert sein? Während der Geburt ist die werdende Mutter durch die vielen Hormone sowieso in einer Trance - warum soll dieser ausserordentliche Zustand nicht genutzt werden, damit eine angenehme und schmerzreduzierte Geburt stattfinden kann?


12. Mai 2021, NM

Bonding

Die intensive Eltern-Kind-Bindung. 

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Was ist Bonding?

Babys brauchen körperliche und emotionale Nähe, Wärme und Liebe. Zum einen natürlich, um die physiologischen Funktion aufrecht zu erhalten, zum anderen aber auch um Vertrauen aufzubauen und eine emotionale Bindung zu ihren Eltern zu knüpfen. Die Babys wissen instinktiv, dass sie sofort Bezugspersonen brauchen um sich in ihrer neuen Umgebung zurecht zu finden. 

Beim Bonding entwickelt sich ein emotionales, untrennbares Band zwischen Eltern und Baby, welches nie endet und lebenslänglich weiter wächst. Dabei entwickeln die Kinder das Urvertrauen und das Gefühl der Sicherheit. Diese sind auch wichtige Grundsteine für die spätere Selbstständigkeit des Kindes und wie es Beziehungen zu Anderen empfinden wird. Sicher gebundene Kinder haben in ihrem Leben ein grösseres Selbstbewusstsein und fühlen sich grundsätzlich sicherer.


Wie geht Bonding?

Bonding findet bereits schon in der Schwangerschaft statt. Der Beziehungsaufbau fängt unterbewusst an, nämlich zu dem Zeitpunkt wenn du von deinem Kleinen erfährst. Mit fortschreitender Schwangerschaft wird die Beziehung bewusst und du fängst auch instinktiv an mit deinem Baby zu sprechen und deinen Bauch zu streicheln. Natürlich kann auf diese Weise auch der Vater bereits eine Beziehung zu eurem Kind aufbauen.

Sobald dein Baby auf der Welt ist, wirst du es (wenn es die gesundheitlichen Umstände erlauben) sofort auf deinen nackten Oberkörper gelegt bekommen. Durch diesen intensiven Haut-zu-Haut-Kontakt lernt ihr euch kennen. Dein Baby spürt deine Haut, riecht deinen Geruch, hört deinen Herzschlag und deine vertraute Stimme. Das erste Stillen unterstützt diesen Prozess der Bindung zusätzlich. Auch der Vater wird euer Kind auf die nackte Haut gelegt bekommen damit die Vater-Kind-Beziehung aufgebaut werden kann. In dieser sensiblen Phase profitiert also nicht nur dein Kind sondern auch ihr, als junge Eltern, von der Nähe: sie wirkt unterstützend um in eure neuen Rollen zu finden, euer Kind kennenzulernen und einen Instinkt für die Bedürfnisse eures Babys zu entwickeln. Zusätzlich hilft es dir als Mutter bei der Ausschüttung der milchbildenden Hormone.

Keine Sorge: auch nach einem Kaiserschnitt, oder wenn es die gesundheitliche Situation nicht sofort zulässt, ist Bonding möglich. Bonding ist ein Prozess und keine Ereignis! Somit kann das erste Bonding auch Problemlos «nachgeholt» werden. 

Die Dauer und Häufigkeit spielt keine Rolle und ist nicht vorgegeben. Wichtig ist, dass du dir besonders in den ersten Tagen nach der Geburt viel Zeit nimmst um dir, deinem Kind und deinem Partner die Nähe zu geben damit alle von dieser einzigartigen Beziehung, kurz- wie auch langfristig, profitieren können.


1. Mai 2021, NM


Die Geburt und unsere Vorstellung davon

Drei einfache Tipps die dir Helfen, die Geburt als positives Ereignis zu speichern. 

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Was sind die ersten drei Worte die dir in den Sinn kommen, wenn du das Wort «Geburt» hörst? Welches Bild hast du dabei vor deinem geistigen Auge? Sind wir doch mal ganz ehrlich: wir stellen uns eine mit Schweiss überströmte Frau vor, welche von Schmerzen und Ängsten geplagt ist, ihren Mann hilflos an der Hand hat und dabei von Fachpersonen angehalten wird, fest zu pressen. Stimmts?
Solche Bilder haben sich leider seit Jahren in die Köpfe (und somit in das Unterbewusstsein) der Menschen eingebrannt. Dies vermitteln uns die Medien schliesslich so: sei es in einem Hollywood-Streifen, in Zeitschriften oder im Radio - oftmals werden uns ganz falsche Bilder von einer Geburt aufgezeigt. Auch Geburtserzählungen aus dem Freundes- oder Familienkreis sind meist mit Negativem behaftet. Also ist es nicht verwunderlich, dass sehr viele Frauen Angst vor diesem Ereignis haben und denken, das es normal ist eine Geburt so durchleben zu müssen.
Die HypnoBirthing-Methode beabsichtigt in der Gesellschaft eine Veränderung zu bewirken, damit die Menschen lernen, dass eine Geburt positiv, entspannt und ja, sogar schön erlebt werden kann.
Was kannst du also machen, um diese negativen Assoziationen aus deinem Unterbewusstsein zu verbannen?
Hier drei einfache Tipps für dich:

  • negative Geburtsgeschichten umgehen
    Lehne dankend ab, wenn dir jemand seine Geburtsgeschichte erzählen möchte. Wenn du dich mit Geburtsgeschichten beschäftigen möchtest, dann ausschliesslich mit Positiven (diese findest du Online zum lesen oder auch per Video).
  • positive Geburtsaffirmationen
    Kurze, positive Formulierungen wie z.B. «Mein Körper und mein Baby schaffen das» führen dazu, dass wir das gesagte auch glauben.
  • Vertrauen
    So simpel wie es klingt: hab Vertrauen in dich und in deinen Körper. Hab Vertrauen in dein Baby.


Wenn du noch weitere Techniken kennen lernen möchtest, damit du mental und auch körperlich optimal auf die Geburt deines Kindes vorbereitet bist, dann melde dich bei mir. 

 
25. April 2021, NM


Waena ist Online

Endlich ist es soweit! 

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Herzlich willkommen! Schön, dass du auf meiner Homepage bist und dich über waena und meine Angebote informierst. Denn genau dafür wurde diese Seite geschaffen: sie soll dir die Kursangebote wie auch spannende Informationen Rund um die Themen «HypnoBirthing», «Schwangerschaft» und «Eltern-Sein» bieten.

Hier, auf dem Blog, werden regelmässig News und Trends aber auch Hilfreiche Tipps und informative Erklärungen über die bereits erwähnten Themen aufgeschaltet. Sie sollen dich inspirieren und dir auch kleine Einblicke in die Kursinhalte von waena ermöglichen.

Nun möchte ich aber deine Aufmerksamkeit nutzen und dir bei diesem ersten Blogbeitrag etwas mehr über waena, genauer gesagt über das Logo, verraten.

Hast du dich schon gefragt, was diese vielen Dreiecke in meinem Logo bedeuten? Nun, dies hat mehrere Gründe:

Zum einen symbolisiert das Dreieck in der Hypnose unser Bewusst- und Unterbewusstsein. Hier gilt, wie so oft im Leben, das Pareto-Prinzip welches im Alltag auch unter der 80/20 Regel bekannt ist: nur 20% nehmen wir bewusst war – die restlichen 80% unterbewusst. In der Hypnose spielt das Unterbewusstsein eine grosse Rolle, denn hier arbeite ich mir dir zusammen.

Weiter stellt das Dreieck auch die Verbindung zwischen den Drei Hauptschwerpunkten in meinen Geburtsvorbereitungskursen dar: body, mind und baby. Eine Geburt ist das Zusammenspiel von deinem Körper, deiner Mentalität und deinem Kind.

Nicht zuletzt begleitet mich das Dreieck schon mehrere Jahre aus einem simplen Grund: es gefällt mir einfach. Daher war es für mich von Anfang an klar, das diese geometrische Form in das Logo muss.

Ach ja, und schau dir das Logo nochmals genau an: kannst du die Buchstaben darin erkennen? Ja? Genau, da steht doch tatsächlich waena. Welch schöner Zufall…. ;-)

25. April 2021, NM